Wann werden Bach-Blüten eingesetzt?

  • Häufig begleitend zu anderen (auch schulmedizinischen) Therapien
  • Wenn der Hund mit schicksalhaften Veränderungen der Lebenssituation zu kämpfen hat
  • Wenn eine psychische Symptomatik im Vordergrund steht (Angst, Müdigkeit, Trauer usw.)
  • Wenn organische Grunderkrankungen ausgeschlossen wurden und/oder die schulmedizinische Therapie nicht anschlägt
  • Wenn Erkrankungen durch ein psychisches Ungleichgewicht ausgelöst wurden
  • Um psychische Fehlentwicklungen bereits im Ansatz zu regulieren
  • In psychisch belastenden akuten Situationen, bis der Tierarzt eintrifft (z. B. Rescue)

Die Grenzen

Selbstverständlich können Bachblüten keine Wunder wirken. Wenn die Umstände, welche zu der Störung geführt haben nicht behoben werden, können auch die Bachblüten nur mäßig helfen. Daher ist eine ganzheitliche Behandlung und Überprüfung und Regulierung der Lebensumstände von äußerster Wichtigkeit. Einem Hund der durchdreht, weil er z. B. in einer kleinen Dachgeschosswohnung eingesperrt wird und nur zwei Mal am Tag fünf Minuten raus kommt, ist nicht allein mit Bachblüten zu helfen.


Achtung!

Nicht alles, was Mensch an Tieren stört ist auch eine Verhaltensstörung. Bach-Blüten können die aus der Bahn geratenen Emotionen und Empfindungen wieder “gerade” rücken, nicht aber das Wesen eines Individuums verändern.

Je nach Problemsituation reicht es nicht, dem Tier ein paar Tropfen zu verabreichen. Um dem Tier wirklich zu helfen, und die Probleme effektiv zu lösen ist es wichtig, die äußeren Umstände im physischen und psychischen Bereich zu erkennen, nach Möglichkeit zu beheben und parallel zur Bachblütentherapie eine Verhaltensveränderung durchzuführen.


Aufbewahrung

Bachblüten sollten bei Zimmertemperatur, trocken und vor Strahlen und Licht geschützt gelagert werden, also nicht direkt auf den Fernseher, Fensterbank. Man hat die Möglichkeit, die Flasche in Alufolie zu wickeln und im Kühlschrank aufzubewahren. Sie sind nicht so empfindlich wie homöopathische Mittel, dennoch schadet es nichts, sie ebenso sorgsam zu behandeln. 


Dosierung/Verabreichung

Verschiedene Therapeuten haben verschiedene Ansichten. Allgemein gilt, dass eine regelmäßige Einnahme (Zwei- bis viermal täglich) für den Erfolg der Behandlung besonders wichtig ist. Bei der Verabreichung muss jeglicher Stress oder Zwang vermieden werden! Es reicht völlig aus, das Mittel einfach ins Trinkwasser oder Essen zu geben. In akuten Situationen werden Bachblüten direkt verabreicht, entweder auf die Haut oder Schleimhäute im Mund oder auf die Nase getropft. Bei Katzen kann man dies Blüten auch auf die Pfoten tropfen. Die Menge bzw. die Häufigkeit der Gaben hängt ab von der Größe und der individuellen Reaktionsschwelle des Tieres. Das Wichtigste bei Bachblüten ist es, keinen Stress und keinen Zwang aufkommen zu lassen. Je öfter und regelmäßiger die Verabreichung erfolgt, um so schneller kann eine Wirkung eintreten. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch lediglich, dass es vielleicht etwas länger dauert, wenn man nicht zu einer häufigen Verabreichung in der Lage ist. Auch wenn sich ein Problem über lange Zeit hinweg manifestiert hat kann es sein, dass es einige Zeit dauert bis eine Besserung eintritt.

 

Anwendungsdauer

Akute Erkrankungen oder geringfügige Störungen, die weniger als 4. Wochen bestehen:

Hier dauert eine Behandlung mit der Bachblütentherapie maximal ca. 4 Wochen.

Chronische Erkrankungen oder Probleme, die länger als 4 Wochen bestehen oder schon mehrfach aufgetreten sind:

Häufig ist eine längere Behandlung notwendig, weil sich die Symptome manifestiert haben und nur langsam wieder aufbrechen. Es ist möglich, dass im Laufe der Zeit immer wieder eine neue Blütenmischung bestimmt werden muss, da sich das Symptombild des Tieres nach und nach ändert bis eine vollständige Heilung möglich ist.


Unterwartete Reaktionen

Es kann auch bei der Bachblütentherapie, wie bei jeder anderen Therapie, zu unerwarteten Reaktionen kommen, solche Mögliche Symptome, die man erwarten kann und die nach einigen Tagen wieder verschwinden sollten:

  • verstärktes Schlafbedürfnis
  • vermehrtes Bedürfnis nach Ruhe
  • intensive Träume (Hunde jaulen, winseln, knurren, scharren, usw. im Schlaf)
  • Durchfall
  • Unruhe
  • kurzzeitige Verschlimmerung des Problems

Katzen

Oft hört man die Aussage, dass Katzen keinen Alkohol vertragen – dies ist nur bedingt richtig. Richtig ist vielmehr, dass Katzen Alkohol schlecht vertragen. Es geht hier aber nicht darum, die Katze “abzufüllen“, sondern lediglich darum eine vernünftige Therapie durchzuführen, wozu nur ein paar Tropen täglich notwendig sind und dies bring keine Katze um.


Pferde

Bachblüten dürfen an Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, nicht angewendet werden. Daraus ergeben sich ganz spezielle Vorschriften, was die Behandlung des Tieres angeht. Solch ein Tier kann nur mit den gesetzlich zugelassenen Mitteln behandelt werden – und dazu zählt die Bachblütentherapie nicht. Allerdings gibt es hier eine Möglichkeit, diese gesetzlichen Vorschriften mittels einer sorg. „Tierhaltererklärung“ zu entkräften. In dieser Erklärung versichert der Tierhalter schriftlich, dass das zu behandelnde Tier nicht der Lebensmittelgewinnung dient und nur zu Hobby- u. Freizeitzwecken gehalten wird.


Alle von mir gemachten Angaben bzw. Informationen habe ich nach besten Wissen und Gewissen zusammengestellt. Im Falle einer Fehlerhaftigkeit oder Unvollständigkeit übernehme ich jedoch keine Haftung.

 


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