Jacki

Ich bin durch das Mailo Buch, Tagebuch meines traumatisierten Pferdes von Susanne Meyer auf Karin aufmerksam geworden.

 

Traumatisiert? Trifft das vielleicht auch auf meinen Jackie, einen Welsh Cob Wallach zu? Wie ich erfahren habe, war ich die 5. Besitzerin in 2 Jahren, er wurde mit 4 Monaten abgesetzt und aus Wales importiert, hatte also schon so einiges mitgemacht.

 

Ich fand nie so richtig den Zugang zu ihm. Mal lief es ganz gut, dann war er überhaupt nicht händelbar, hat mich gebissen, sich in die Brust gebissen, ist gestiegen und hatte immer das P in den Augen.

 

Beim Reiten schoss er oft unkontrolliert ab und hatte vor allem und jedem Angst. Ich bin dann auch mehrfach runtergefallen.

 

Er war dann 5 Monate in Beritt (nie wieder, schlimmste Entscheidung ever) was überhaupt nichts gebracht hat.

 

Dann vor knapp 2 Jahren brach er mir den Mittelfußknochen, weil er da raufgelatscht ist. Als ich wieder laufen und reiten konnte, bin ich beim Aufsteigen im Steigbügel hängen geblieben, weil er sich erschrocken hatte, los galoppierte und ich wurde mitgeschleift. Gebrochene Rückenwirbel, gebrochenes Sprunggelenk, OP und 10 Tage Krankenhaus.

 

Exakt einen Monat später ritt mein Mann (kein Anfänger) ihn, Jackie schoss wieder wie aus dem Nichts ab, Sattel rutschte, er buckelte ihn runter...

 

8 Rippen gebrochen. Alles  nicht sehr förderlich für das Vertrauen.

 

Als ich Monate später wieder mit ihm arbeiten wollte, hatte ich nur noch Angst und Kopfkino hoch zehn. Hatte schon beim Führen Herzrasen und Schweißausbrüche. Wir befanden uns in einer Abwärtsspirale, geprägt von Angst und ich konnte es nicht stoppen.

 

Aufgeben wollte ich nicht, verkaufen auch nicht.

 

Zu diesem Zeitpunkt erfuhr ich dann von Karin und dachte, das probiere ich noch mal. Letzte Chance sozusagen.  Ansonsten wird Jackie dann eben Beisteller. Meine Hoffnung war, nachdem ich das Buch gelesen hatte, dass sie rausfindet, was mit ihm los ist und Pferd und Mensch wieder zusammenbringt.

 

Die Haaranalyse ergab, dass er so einige Baustellen hatte.

 

Auf Karin’s Empfehlung hin wurde er entgiftet, entsäuert, die Borrelien wurden ausgeleitet und die Fütterung wurde auf getreidefrei umgestellt.

 

Eine Osteopathin für traumatisierte Pferde, Selina Dörling, hat ihn auch zweimal behandelt, was auch noch ein Schritt in die richtige Richtung war.

 

Das ganze wurde dann mit Karin’s Hilfe von Bachblüten für uns beide unterstützt, was sehr geholfen hat. Ich fing wieder an, mit ihm zu arbeiten, immer nur 15 Minuten, das aber jeden Tag. Wir machten Fortschritte, er wurde ruhiger und wenn er dann doch mal schräg unterwegs war, konnte ich zunehmends mit den Situationen besser umgehen. Ich habe sogar wieder angefangen, zu reiten, was vor Monaten undenkbar war.

 

Doch es ging nicht immer nur bergauf. Aber ich konnte jederzeit bei Karin anrufen, die mir dann wieder Mut machte.

 

Das Ganze ist jetzt ein knappes Jahr her und ich muss sagen, alleine hätte ich das nicht geschafft. Ich habe so viel erreicht und auch so viel gelernt. Wir sind auf einem sehr guten Weg und ich kann nur Danke sagen, liebe Karin, für Deine Hilfe und Unterstützung. Dass ich dich gefunden habe, war ein echter Glücksgriff.

 

Jackie und Simone