Lieschen und Jua

Lieschen

Alles begann 2016 mit dem Kauf meiner KWPN Stute Lieschen. Lieschen und ich – das war eine schwierige Kombination, sie brachte mich an viele Grenzen (psychisch und physisch). Auf Facebook hab ich durch Zufall Anfang 2017 von Karin gehört. Ich war skeptisch und dennoch schilderte ich ihr unsere Situation und sie war sofort bereit, uns zu helfen.

 

So schickte ich Haare ein und bekam kurze Zeit später eine ausführliche Auswertung, gefolgt von einem langen Telefonat. Lieschen bekam das ein oder andere Zusatzmittel, Resonanztropfen und so hoffte ich, dass sich einiges bessern würde. Die Stute hat einige körperliche Baustellen, die kann Karin natürlich nicht wegzaubern, aber wir haben ihr psychisch geholfen und zumindest im normalen Umgang wurde unser Verhältnis besser.

Im April 2017 bat ich Karin erneut um Hilfe – ich hatte das erste Flaschenkalb meines Lebens im Pferdestall und dieser kleine Wurm brauchte mich dringend – sonst wäre er eingegangen. Lieschen meinte aber, Mäxchen wäre der Teufel höchstpersönlich. 2 Wochen meidete sie die Nähe des Stalls. Sie hatte den kleinen Kerl noch nie gesehen – aber sie roch ihn und das war Grund genug für allerlei Eskapaden – bis hin zu einem Unfall, wo sie mich umrannte… Ich hatte damals mehr Glück als Verstand und „weinte“ mich bei Karin aus. „Okay, ich versuch mal was.“ war ihre Antwort. Nachmittags bin ich wieder in den Stall und ab da kam Lieschen ebenfalls wieder zum Stall und hat sich das kleine Teufelswesen angesehen – verliebt war sie natürlich nicht, aber sie hat ihn und alle anderen danach ohne weitere Probleme akzeptiert. Das Problem war gelöst – dank Karin. Was auch immer sie gemacht hat – ich war und bin ihr dafür sehr dankbar. Ab da war mir klar „Es gibt Dinge zwischen Himmel und Herde, die sind nicht erklärbar!“

 

Lieschen und ich – wir waren einfach nicht füreinander bestimmt. Schmusen und versorgen ja, aber wehe, ich wollte mit ihr spazieren gehen oder gar ausreiten… Ich hab die Flinte ins Korn geworfen und im August 2020 ein neues Zuhause für Lieschen gesucht. Verkauft habe ich sie damals nicht, nur jemandem als Beistellpferd zur Verfügung gestellt. Alles fühlte sich für mich gut an, also habe ich sie in ihr neues Zuhause gebracht. Es stellte sich allerdings schnell raus, dass Lieschen es da überhaupt nicht gefiel – auch hier war Karin wieder für uns da und hat den Kontakt hergestellt – Lieschen wollte wieder nach Hause und auf keinen Fall bei der anderen Frau bleiben. Ich fügte mich ihrem Wunsch und holte sie heim. Erleichtert kam sie zu Hause an. Aber ja, wir beide passten einfach nicht… Ich hatte mit Karin gesprochen, dass ich mir für Lieschen ein Zuhause wünschen würde, wo sie mit Kindern zusammen sein kann. Durch Zufall hat Karin mir ein wenig später von der Ponyranch Elbstrand erzählt. Hier lebt Lieschen jetzt seit Mitte Januar 2021. Karin sagt, sie fühlt sich dort wohl und das sagt mir mein Gefühl auch. Ich hoffe, Lieschen ist dort endlich angekommen und kann ihr Leben dort gesund und glücklich verbringen.

 

 

Jua

Jua – wenn Lieschen nicht gewesen wäre, hätte ich meine Jua niemals gefunden. Jua kam im September 2018 als Jährling zu mir und war ein Glücksgriff. Ich wollte endlich ein Pferd, was keine schlechte Erfahrung mit Menschen gemacht hat (so wie Lieschen) und wo ich nicht die Fehler der Vorbesitzer ausbaden muss, sondern meine eigenen. Leider hat Jua schon von Anfang an Kotwasser. Karin stand auch hier wieder an meiner Seite und so wurde Jua mit Frequenztropfen und dem einen oder anderem Mittelchen geholfen. Alles wart super – bis wir im Mai 2020 eine niederschmetternde Diagnose bekommen haben: Ausriss des Gleichbeinbandes vorne links L Eine Welt brach zusammen. Wir haben uns für eine OP in der Klinik entschieden, danach 4 Monate Reha in einem mega tollen Rehazentrum. Seit Ende Spetember hab ich Jua wieder zu Hause. Sie fing in der Reha wieder mit Kotwasser an und sie schubberte sich blutig. Ich hab das alles auf ihre Psyche geschoben. Trotzdem habe ich Karin um Hilfe gebeten. Das schubbern hörte auf, das Kotwasser ist besser, aber noch nicht weg. Jua musste bis Anfang März 21 in der Box stehen, durfte bzw sollte nur 2x am Tag kontrolliert Schritt auf dem Laufband gehen. Die Prognose war sehr schlecht, aber ich wollte dieses Pferd einfach nicht aufgeben. Karin empfahl natürlich auch etwas für Sehnen und Bänder. Der Kontrolltermin der Klinik Ende März war positiver als erwartet. Es hatte sich jedoch eine Verkalkung gebildet, man muss abwarten, ob diese Verkalkung stabil bleibt. Seit dem Kontrolltermin darf sie mit den anderen 3 Damen raus. Sie lahmt zur Zeit grad wieder und so muss ich mir jetzt Gedanken machen, wie es weiter geht und ob es weitergeht.

 

Karin war seit dem ersten Kontakt immer und ausnahmslos für mich da – mit Rat und Tat. Und so kann ich sagen, dass meine „kurze“ Zeit mit Lieschen mir neue tolle Menschen in mein Leben gebracht hat und dass ich wirklich sehr dankbar bin, für alles, was Karin für uns getan hat! Alles im Leben hat einen Sinn…

Manuela