Luni

Als wir unsere Luni (eigentlich Laluna) kennenlernten, war sie gerade mal drei Jahre alt.

 

Anfassen lassen wollte sie sich ungern, dazu war sie kopfscheu und sehr sensibel. Sie stand in einem Reitstall mit Schulbetrieb, wurde dort angeritten und wurde Schulpferd. Weil sie den Kopf eher „über den Wolken“ trug, schnürte man sie mit Dreieckszügeln oder Schlaufzügeln zusammen.

 

Irgendetwas an ihr zog mich magisch an. Ich kraulte sie häufig, fütterte sie, während meine Schwester sie im Schulbetrieb ritt.

 

Und es kam eine Zeit, wo sie niemand mehr reiten wollte… „dieses durchgeknallte Pferd“… Ich ritt sie, wollte von den Hilfszügeln weg, doch Luni hatte sich an den Schutz derselben gewöhnt und es dauerte lange, bis sie den Weg in die Tiefe, in die Entspannung fand.

Einige Jahre später, ich ritt Luni immer noch, kauften meine Schwester und ich sie. Sie hatte dort im Schulbetrieb keine Chance. Körperlich ging es ihr schlecht, sie schien Schmerzen zu haben, hatte einen Bockhuf mit Hornspalt, aber es interessierte nicht.

Nach dem Kauf folgten ein passender Sattel, ein Zahnarzttermin, bei dem Wolfszähne unter dem Zahnfleisch und daraus resultierende immer wiederkehrende Entzündungen im Maulbereich festgestellt wurden – ihr Verhalten war also kein Wunder. Ein Osteopath besuchte sie, der Hufschmied kam ab jetzt regelmäßig…

Schritt für Schritt machten wir kleine Fortschritte, aber es kamen immer wieder große gesundheitliche Probleme.

 

Neben häufigen Augenentzündungen,

die sich erst Jahre später als allergisch bedingt herausstellten, kämpften wir mit immer wiederkehrenden Koliken, die auch mal in der Klinik und kurz vor einer OP endeten. Außerdem wurde eine Absplitterung der Halswirbelsäule nach einem Diagnosemarathon fehldiagnostiziert. Spätere Kontrollröntgenbilder sowie eine erneute Befundung der ersten Bilder zeigten keine Auffälligkeiten. Die Hufsituation verbesserte sich kaum, bis Luni im Frühjahr/ Sommer 2011 stark lahmte. Letztendlich wurde eine massive Hufbeinsenkung beidseits vorne ohne Beteiligung von Rehe, sondern durch Hufbearbeitung (Sohlenschnitzen) diagnostiziert. Es folgten mehrere Wochen mit Hufverbänden, Paddockhaft für Luni und viele Sorgen für uns. Des Weiteren stand aufgrund schlechten Futters (Schimmelheu hoch drei und mit Jakobskreuzkraut verseucht) ein Stallwechsel an.

 

Reiterlich hatten wir uns währenddessen soweit entwickelt, dass Luni phasenweise vertrauensvoll an die Hand herantrat. Ein Beritt brachte nichts, da der Bereiter Luni so in die Enge trieb, dass sie das Steigen begann. Außerdem begannen wir zu dieser Zeit mit dem Longenkurs, um Luni beim gesunden Laufen zu helfen.

Zu diesem Zeitpunkt trat Karin das erste Mal in unser Leben… Verunsichert durch viele Ratschläge von allen Seiten und nicht fähig, unserem Bauchgefühl zu vertrauen, machte Karin eine Tierkommunikation mit Luni. Das Ergebnis überwältigte uns. Es traf nicht nur auf Luni zu, sondern traf auch uns mitten ins Herz. Karin wusste Dinge, die wir nur erahnen konnten. Es flossen Tränen, aber wir wollten es gemeinsam versuchen und wollten einen Neustart. Ganz gelang es nicht, aber gerade die lange Krankheitszeit schweißte uns zusammen.

Es folgte also ein Stallwechsel zurück in den ursprünglichen Reitstall, wo wir Luni gekauft hatten, wo sie aufgewachsen und auch geboren war. Sie integrierte sich sofort wieder in „ihre“ Herde. Reiterlich machten wir Fortschritte, Luni bemühte sich sehr. Sie wurde ruhiger, vertraute uns mehr. Aber die gesundheitlichen Probleme rissen nicht ab. Auch 2012 hatten wir wieder mit Koliken zu kämpfen, Luni blähte stark auf, die Tierärzte wussten keinen Rat mehr. So versuchten wir es mit Haaranalysen und einem Spezialfutter, wurden aber letztlich „überwiesen“… so landeten wir nach einem erneuten Stallwechsel, der auch mit einem Umzug unsererseits einherging, erneut bei Karin.

Die erste Haaranalyse war katastrophal und erschreckte uns sehr.

 

Neben gravierenden Problemen im Verdauungssystem wurden auch Probleme im Atmungsapparat usw. angezeigt, die sich größtenteils auf den Darm und eine starke Übersäuerung zurückführen ließen.

 

Wir begannen also mit einem ausgetesteten Futter, Zusätze zur Entsäuerung/ Entgiftung und Darmaufbau sowie mit Frequenztropfen. Alles abgestimmt auf ihre Analyseergebnisse. Endlich wurde sie wieder mobiler, zeigte auch wieder Freude beim Arbeiten. Eine Osteopathin vervollständigte das „Rundumpaket“ und löste eine Blockade im Hufgelenk, was einen beweglichen Rücken usw. zur Folge hatte. Es ging endlich bergauf! Luni muskelte auf, ihre Bewegungen wurden elastischer. Bei der Arbeit nach dem Longenkurs dehnte sie sich immer häufiger nahezu selbstständig am Kappzaum, der Galopp wurde kraftvoller, der Trab schwungvoller, raumgreifender und sie hielt die Spannung im Körper, war gleichzeitig aber nicht verspannt.

Nach einer erneuten Haaranalyse bekam Luni dann neben Frequenztropfen, dem  "Neu" ausgetesteten Futter nur noch etwas für den Darmaufbau und ein Basenpulver. Es besserte sich stetig.

 

Auch unter dem Reiter dehnt sie sich mittlerweile nahezu konstant an die Hand, traut sich endlich loszulassen, auch wenn es ein weiter Weg bleiben wird, aber die körperlichen Voraussetzungen sind jetzt da.

 

Die letzte Analyse zeigte nun schon eine ganz gravierende Verbesserung. Ihre Verdauungsprobleme haben sich deutlich verbessert, auch wenn wir den Darm noch weiter aufbauen müssen. Sie wird nun weiter Bierhefe, später auch Heilerde bekommen. Auch das Basenpulver bleibt momentan ein treuer Begleiter. Ziel ist es, in Abstimmung mit den Bioresonanzanalysen später nur noch kurweise Basenpulver und Bierhefe zu füttern, schließlich muss die Fütterung immer auf das spezielle Tier abgestimmt werden.

 

Endlich bewegt sich Luni gerne, hat Freude an der Arbeit, an der Bewegung. Endlich kann Luni auf die Wiese, ohne ständig aufzublähen, unsere momentanen Probleme liegen eher bei sehr warmen Wetterlagen. Wenn es Unklarheiten bezüglich der Fütterung, Fragen oder Probleme gab, konnten wir immer Rücksprache mit Karin halten. Wir sind froh, Karin gefunden zu haben!