Sierra Nevada

Den Kontakt zu Karin bekam ich vor einigen Monaten.

Seit dieser Zeit begleitet sie mein Pferd Sierra Nevada und mich - hierfür unser herzliches Dankeschön !

 

Vor 5 Jahren haben Sierra, meine Andalusierstute, und ich uns 'gefunden'. Als ich sie das erste Mal sah, war mir sofort klar, diese Stute werde ich 'mit nach Hause nehmen'. Sierra ist mein erstes Pferd , sie wurde lange Zeit alleine gelassen. Bereits als Jungpferd hat sie leider viele schlechte Erfahrungen machen müssen. Schon früh sollte sie spanische Lektionen beherrschen. Man wollte schnell Erfolge mit ihr erzielen - notfalls auch mit Schlägen vom Trainer, während der Reiter auf ihr saß. Dies habe ich alles erst viel später erfahren, nachdem Sierra schon bei mir war.

 

Als sie 12-jährig zu mir kam, war sie kugelrund - unrittig und steif, da sie 3 Jahre lang alleine auf einer Wiese gestanden hatte. Kaum einer hatte sich in dieser Zeit um sie gekümmert.

 

Sierra war trotz vieler schlechter Erfahrungen immer lieb, nie böse oder unehrlich - aber komplett verschlossen, verständlicherweise. Sie ließ keinen wirklich an sich heran. Es dauerte 2 Jahre bis ich sie von der Wiese holen konnte. Wie oft kam ich nur mit dem Strick in der Hand zurück - was mir viel freundliches Gelächter der Miteinstaller einbrachte. Aber ich gab nicht auf. Mit Ruhe und Geduld und viel positiver Bestätigung wurde dies nach und nach besser.

 

Ebenfalls dauerte es eine lange Zeit, bis sie mir letztendlich vertraute und sich ein klein wenig öffnen konnte.

 

Sierra wurde rittiger, vertrauensvoller mir gegenüber und gesundheitlich schien alles soweit o.k. zu sein, bis ein großer Einbruch folgte.

 

Bauchprobleme, Aufgasung, Unwilligkeit sich zu bewegen, stumpfes Fell, kranke, erschöpfte, Augen.

Zunächst tappte ich völlig im Dunkeln. Eine Miteinstallerin gab mir den Tip, mit Karin Kontakt aufzunehmen, um eine Haaranalyse vornehmen zu lassen. Vom Ergebnis war ich geschockt.

 

Leberwerte, Magenwerte und Diverses mehr waren katastrophal. Über eine Kurz-TK

kam ebenfalls heraus, dass Sierra sich am Stall nicht Zuhause fühlte.

Ursache des ganzen gesundheitlichen Dilemmas: sehr sehr schlechtes Raufutter d.h. schimmeliges Heu und Stroh. Es folgte mit Karins Hilfe eine Ausleitung mit Gladiator über mehrere Wochen, dann Aufbau mit Basenpulver und für Ihre Psyche Basistropfen.

 

Einige Wochen lang schien mein Pferd wieder 'Form' anzunehmen, die Aufgasung ging merklich zurück, das Fell glänzte wieder, ihr Augenausdruck änderte sich.

Glücklich erschien sie mir immer noch nicht. Sie fühlte sich an diesem Stall einfach nicht wohl - integrierte sich nicht so richtig in ihre Herde, stand immer alleine auf dem Paddock.

 

Um sicher zu gehen, ließen wir erneut eine Haaranalyse machen; diese viel schon deutlich besser aus. Die Leberwerte waren fast normal, die Borreliose war verschwunden, der Magen-/Darmtrakt war aber noch nicht in Ordnung. Deshalb sollte ich weiterhin Basenpulver geben.

 

Als die Paddockzeit begann, hatten wir erneut einen Einbruch -der Bauch meines Pferdes stand kurz vorm Platzen.

Karin riet mir zu einem Stallwechsel, da Sierra in der Kurz-TK immer wieder sagte, dass sie vom Stall nur weg wollte.

 

Es ist nicht einfach, einen geeigneten Stall zu finden, wo nicht nur das Raufutter stimmt, die Tiere artgerecht gehalten werden, sondern auch ein liebevoller Umgang mit den Pferden gegeben ist.

 

Nach langer Suche kam uns ein Zufall zur Hilfe. Eine Miteinstallerin machte sich selbständig - es passte einfach alles, was auf nachfolgenden Bildern zu sehen ist.

 

Mein Pferd ist nun endlich Zuhause und in einer Herde angekommen. Sie ist dort sehr glücklich - und ich bin es auch !


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