Henny

Hallo liebe Karin!

 

Henry und ich danken Dir so sehr für Deine Hilfe, denn ohne Dich und Pat wären wir heute nicht da wo wir sind – gesund, fit und extrem zufrieden!

 

Henry ist mein 16 Jahre alter Hafi-Wallach, der durch sein dominantes Auftreten und sein teilweise stures Verhalten oft als „Dickschädel“, „Sturkopf“ und „Typisch Hafi“ bezeichnet wurde. Dass er eigentlich ein Sensibelchen und sehr verletzlich ist, erkannte ich erst durch die Hilfe von Karin und Pat.

 

 

Unsere Probleme begannen nach dem tragischen, unfassbaren Tod meines zweiten Pferdes und dem darauf folgenden Stallwechsel im Winter 2010/2011. Obwohl ich dachte, ich hätte Henry mit Bachblüten und vielen „Gesprächen“ gut auf die kommenden Veränderungen vorbereitet, hat die Trennung von seiner gewohnten Herde ihn völlig aus der Bahn gerissen. Und ich konnte ausgerechnet in dieser schweren Zeit nicht 100% für ihn da sein – der Verlust meines Pferdes, die damit einhergehenden Probleme (Rechtsstreit) und dann auch noch der brutal strenge Winter, brachten mich an den Rand meiner Belastbarkeit.

 

Henry bekam gesundheitliche Probleme, die er so vorher nie hatte – er strotzte immer vor Kraft. Ich rieb mich für ihn auf, war teilweise stundenlang bei ihm und konnte ihm doch nicht helfen - wir beide gingen an unsere Grenzen …

 

Nachdem wir dieses und jenes auskuriert und er sich nach Monaten endlich eingelebt hatte, dachte ich, nun wäre endlich alles gut. Wir ritten viel aus, nahmen wieder Reitunterricht, aber da er schon immer einen problematischen Rücken hatte, arbeitete ich ihn auch viel vom Boden, ging mit ihm Spazieren, gönnte ihm Reitpausen. Trotzdem machte er weiterhin einen müden, lustlosen, unmotivierten Eindruck, mochte teilweise nicht mit mir von der Koppel kommen (sonst kam er immer auf Zuruf angelaufen …) und fing irgendwann an beim Reiten zu bocken.

 

DAS kannte ich nun so gar nicht an ihm! Ich deutete das Verhalten als „Übermut“ und ignorierte es erst einmal, obwohl mir viele dazu rieten, ihm mal „ordentlich eine überzuziehen“. Auf solche „Ratschläge“ hörte ich schon lange nicht mehr…

 

Da ich aber das Gefühl hatte, dass da doch noch etwas nicht ganz in Ordnung war mit ihm, holte ich schließlich erneut einen Tierarzt, der eine „unklare“ Lahmheit diagnostizierte und mit Entzündungshemmern behandelte, dann eine Osteopathin, die ihn behandelte aber auch nicht wirklich etwas fand, dann einen Akupunkteur, der auch irgendwie ratlos war und zwei verschiedene Sattler, die mir unabhängig voneinander bestätigten, dass mein Sattel perfekt passte. Henry war mittlerweile vom Bocken zum Dauerparken übergegangen – er wollte unterm Sattel einfach nicht mehr vorwärts gehen. Und an der Hand auch nicht. Stand einfach da wie eine Statue. Und alle „Experten“ versicherten mir: Der hat nix.

 

Schließlich sandte ich einen Hilferuf in ein Pferdeforum, und die Antwort darauf brachte mich zu Karin und Pat. Mein erster Gedanke: „Ich und Tierkommunikation?! Au weia …“ Aber – alles andere hatte ich schon versucht, ohne Erfolg …

Im ersten Telefonat mit Karin wollte sie gar nicht viel von mir wissen (um nicht voreingenommen zu sein) und freute sich dann auf (O-Ton): „… ein Pferd, das ja offensichtlich komplett durchgecheckt ist! Spannend!“ Tja – zu früh gefreut ...

 

Ihr erster Kontakt mit Henry brachte so viele körperliche und seelische Schmerzen ans Licht, dass wir gar nicht wussten wo wir anfangen sollten. Ich war froh, dass endlich jemand meine Vermutungen bestätigte, aber auch erschüttert darüber was mein Pferd alles ertragen hatte. Und wütend auf jeden, der Henrys Probleme nicht erkannt hatte. Er hatte innerlich komplett abgeschaltet, hatte sich förmlich aufgegeben. Und ich war ihm leider keine Stütze gewesen …

 

Ein Besuch von Pat brachte dann auch im letzten Punkt Gewissheit: Der Sattel passte nicht! Ich weinte viel, ich machte mir Vorwürfe, ich versuchte, mich zu rechtfertigen, denn – hatte ich nicht ALLES getan?! Ich musste mir von Karin auch ein paar „unbequeme“ Wahrheiten anhören, vor denen ich die Augen verschlossen hatte, aber ich bin ihr so dankbar, dass sie mich damit nicht „verschont“ hat! Denn erst ihre Ehrlichkeit hat bei Henry und mir den Durchbruch gebracht. Oder vielmehr: Bei mir. Ich musste mir über einiges klar werden, habe viel nachgedacht und wieder viel geweint. Aber dann ging auch endlich wieder die Sonne auf.

 

Mittlerweile bin ich Henry seit gut 4 Monaten nicht mehr geritten. Wir haben ein umfangreiches Entspannungs- und Rehabilitationsprogramm durchlaufen, haben „literweise“ Bachblüten geschluckt, der neue Sattel ist gefunden und bestellt und wird sehnlichst erwartet. Mein Pferd kommt mir wieder entgegengelaufen wenn ich ihn rufe, er ist entspannt und motiviert bei der Arbeit (Kappzaum, Doppellonge, Freispringen, Bodenarbeit, …), beim Spielen (Clickern) und beim Spazierengehen. Und – er ist auch endlich wieder „frech“ geworden, albert rum und denkt sich „Dummheiten“ aus. Seine Augen haben wieder Glanz bekommen.

 

Danke, Karin, dass es Dich gibt und dass Du bereit bist so schonungslos ehrlich und beharrlich zu sein – im Sinne der Tiere.


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