Kimba und Bettina

Es begann im Sommer 2009… .

 

Vor einiger Zeit musste ich leider meine Stute einschläfern lassen und merkte aber bald, dass ich ohne Pferd nicht sein wollte.

 

Also begann mit der Suche und wurde auch schnell fündig, ich kaufte Kimba.

Damals 5 jährig, Vater Trakehner und Mutter Deutsches Reitpony. Es war wie man so schön sagt Liebe auf den ersten Blick, den oder keinen.

 

Ich stellte mir alles so schön, entspannt und unkompliziert vor, so hatte ich den Eindruck, als ich Kimba kaufte.

 

Aber es kam alles anders…

Nach kurzer Zeit lief nix mehr, Kimba lief klemmig, ließ sich nicht putzen, nicht anfassen und trat hinten aus. Meine Seifenblase zerplatzte sehr schnell und ich verstand die Welt nicht mehr!

 

Ich ließ den Tierarzt kommen und es wurden einige Untersuchungen durchgeführt und wir bekamen schreckliche Nachrichten. Muskelentzündungen im Rückenbereich und noch viele andere Baustellen dazu. Ich war total niedergeschlagen und wusste gar nicht mehr was ich machen sollte. Klar war, das Kimba auf keine Fall wieder weg kommt und ich habe mich dazu entschlossen, den von den Tierärzten prophezeiten langen, langen steinigen und harten Weg zu gehen, um Kimba zu helfen, ein wieder schönes Leben zu führen!

 

Es war eine sehr harte und schwere Zeit die viel Kraft gekostet hat (und es auch immer noch tut), Kimba hasste Berührungen, hatte Schmerzen und trat oft aus und hatte kein Vertrauen zum Menschen.

 

Ich hatte etliche Therapeuten, Tierheilpraktiker und Reitlehrer hinzugezogen und war erschrocken darüber wie vielen Menschen doch aus solchen Situationen versuchen, noch Geld raus zu schlagen. Mir wurden Dinge erzählt worüber ich nur den Kopf schütteln konnte, einige sagten mir doch glatt: Verkaufen Sie ihn doch wieder, wollen Sie sich das wirklich antun! Ich war entsetzt….diese Leute kamen dann auch kein 2. Mal…

 

Wir machten in dieser Zeit trotzdem einige Fortschritte und bekamen Vertrauen zueinander!

 

Im Herbst 2010 wollte ich mit Kimba einen kleinen Ausritt wagen (ich war zum Glück nicht alleine) nachdem mir „ mal wieder“ von einer Therapeutin gesagt wurde das er soweit fit sei und auch bereit ist loszulegen – das Ende vom Lied war der er mich im Gelände abgebuckelt hat und ich glücklicherweise ohne große Verletzungen davon gekommen bin, ich hatte großes Glück!

 

Kimba und ich kamen aber dann nicht mehr zurecht – ich traute ihm nicht mehr und er mir nicht! Es war schrecklich – ich hatte Angst vor meinem eigenen Pferd, ich war todtraurig!!! Ich konnte ihn nicht mal mehr vernünftig führen geschweige denn putzen oder ähnliches.

 

Ich hatte dann aber nochmal sicherheitshalber den Tierarzt da und die Untersuchungen ergaben das Kimba nicht fit ist bzw. wieder Probleme mit der Muskulatur hat, daher auch der Abwurf im Gelände…für mich war entscheidend das er aus Schmerz so gehandelt hat und nicht einfach so versucht hat seinen Reiter loszuwerden. Für mich zu dem Zeitpunkt ganz wichtig, da ich ja meine Angst loswerden wollte.

 

Im Dezember 2010 fand ich nach langer Suche dann eine Reitlehrerin

,Stefanie Krabbe, die nach der Horsemanship Methode arbeitet, gewaltfrei und zum Wohl des Pferdes!

 

Mir ihr zusammen begann sich unser Leben wieder zu verändern, ich konnte nach relativ kurzer Zeit wieder mit Kimba arbeiten, mit ihm spazieren gehen und ohne Angst an ihn rangehen. Wir hatten wieder Spaß an der Arbeit und ich wurde immer mutiger und glücklicher!

 

Dann im Frühjahr 2011 las ich im Forum über das Thema Tierkommunikation und war schon sehr angetan davon. Ich überlegte nicht wirklich lange und nahm Kontakt zu Karin auf!

 

Und ich fiel aus allen Wolken – ich hörte Dinge über Kimba und auch über mich, die wie die Faust aufs Auge passten! Puh, das muss man auch erstmal verarbeiten was man da zu hören bekommt. Karin hat mir unter anderem auch empfohlen Kontakt zu Pat aufzunehmen damit sie Kimba behandelt kann.


Es fiel mir nicht schwer, mich auf das alles einzulassen weil ich davon überzeugt war das es für Kimba und mich der absolut richtige Weg ist. Wir bekamen beide Bachblüten um mit unseren Ängsten und auch den anderen Problemen klar zu kommen und wir machten tolle Fortschritte…Karin hat mir sehr geholfen im Umgang mit Kimba verständlicher und klarer zu werden! Sie hat jederzeit geholfen wenn ich mich mal wieder in der Ecke fest saß und nicht wusste wohin.


Im Laufe der Zeit bekamen wir auch immer mehr Vertrauen zueinander und ich lernte von Karin (vielen Dank nochmal dafür) selbstständiger zu handeln und mich mehr auf mein Gefühl zu verlassen und danach die Entscheidung zu treffen. Diesen Tritt in den Hintern habe ich gebraucht und auch gleich von Pat auch nochmal dazu bekommen, die auch einen großen Teil dazu beigetragen hat und auch noch beiträgt das Kimba mittlerweile schmerzfrei ist......Aber sie hatten ja beide so recht damit!!!


Es lief für uns richtig gut, zwar haben wir immer noch unsere Baustellen, aber wir kommen besser zurecht und haben wieder Spaß zusammen!

 

Im Stall fühlten wir uns aber nicht mehr so richtig glücklich, Kimba nicht in seiner Herde und mich nicht mit einigen Einstellern. Im Oktober 2011 zog ich dann mit Kimba in einen Aktiv-Offenstall in unserer Nähe und ab da begann für uns echt ein anderes Leben. Ich hatte das Gefühl ich habe ein anderes Pferd, er fühlt sich wohl in der Herde, ist ausgeglichener, freundlicher und hat Spaß am Leben, man sieht es ihm richtig an und ich kann ihm stundenlang zusehen und freue mich darüber das er Spaß und Freude hat! Er ist zwar auch sehr frech aber für mich auch ein Zeichen seines Wohlergehen.

 

Auch ich fühle mich dort sauwohl und bin mit Kimba zusammen schon sehr mutig geworden. Wir machen die kleinen Schritte die wir gehen zusammen und kommen langsam voran! Ich bin jetzt 3 Monaten im neuen Stall (gefühlt wie etliche Monate mehr) und wir – Kimba und auch ich - haben uns sehr zum positiven verändert! Ich bin sehr glücklich mit Kimba und sehr Stolz auf ihn und ich weiß, dass wir noch viele tolle Dinge zusammen schaffen werden!!!


Das alles hätte ich aber nicht geschafft wenn ich nicht diese 3 Menschen in meinem Leben getroffen hätte, die mir geholfen haben (bzw. immer noch helfen) Dinge zu verändern und aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und vor allem sich auf neue Sachen einzulassen!!!


Karin, ich danke Dir sehr für Dein immer offenes Ohr und Deine aufbauenden Worte in allen Situationen!!! Ich freue mich Dich zu kennen!!!

 

DANKE!!!!


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