" Krümel "

Hallo, mein Name ist Krümel und ich lebe jetzt schon fast 13 Jahre mit meinem Menschen Petra zusammen.

 

Kennengelernt haben wir uns ca. 8 Wochen nach meiner Geburt, nachdem sie mich und meinen Freund Groby aus dem Tierheim geholt hat. Wir haben eigentlich immer super und friedlich miteinander gelebt, bis Petra ein kleines Katzenbaby mit nach Hause gebracht hat. Pauline.

Eigentlich fand ich sie ja ganz süß, aber je älter sie wurde, desto zickiger wurde sie auch. Sie hat dann angefangen mich heimlich zu verprügeln und mir mein Auge zu verletzen. Petra hat davon nie etwas mitbekommen, sondern immer nur das Ergebnis gesehen. Irgendwann hat der Tierarzt gesagt, dass das aufhören muss, weil ich sonst mein Auge verlieren könnte. Und Petra war total panisch, sie hatte schon einen Verdacht, aber weil Pauline alles heimlich gemacht hat, konnte sie ja auch nichts mitbekommen und sagen konnte ich ihr ja auch nichts (hätte ich aber auch nicht gemacht).

Irgendwie ist Petra dann auf Karin gekommen und hat sie gebeten mit uns zu sprechen. Eigentlich fand ich das total blöd. Ich wollte auch niemanden in die Pfanne hauen und ich hatte auch Angst, dass Pauline mich noch mehr ärgern würde. Petra hat dann aber mit Karins Hilfe doch rausgefunden, dass Pauline mich verprügelt. Und wie erwartet, es wurde immer schlimmer zu Hause. Bachblüten haben nicht geholfen und ich habe sogar angefangen aus Angst die Badematten vollzupieseln. Petra hat das natürlich gemerkt und auch, dass ich mich immer mehr zurückgezogen habe. Sie hat dann versucht, gemeinsam mit Karin, auf Paulinchen einzuwirken, aber die Zicke war nicht bereit damit aufzuhören. Sie hat auch gemeine Dinge über mich gesagt, so dass Petra ihr ein Ultimatum gestellt hat. Aufhören oder gehen. Pauline hat sich für Gehen entschieden und ist dann ausgezogen. Petra hat sie auf einem Bauernhof untergebracht und wir hatten wieder unsere Ruhe.

Leider ist mein Freund Groby dann sehr bald sehr krank geworden und Petra hat es leider erst bemerkt, als es für Groby keine Rettung mehr gab. Am 04.01.2010 ist mein bester Freund Groby dann über die Regenbogenbrücke gegangen und hat uns mit unserer Trauer zurückgelassen. Mir war schon klar, dass es für Groby das Beste war, aber ich war sehr traurig und habe ihn unendlich vermisst. Petra war genauso traurig und hat mich noch doller lieb gehabt (hat sie nicht, sie hat mich die ganze Zeit geliebt, aber dadurch, dass ich nun alleine mit ihr war, kam mir das so vor und ich hatte das Gefühl erdrückt zu werden). Auch hier konnte Karin ein bisschen für Klarheit sorgen und durch Karins Unterstützung (sie hat einfach mal nachgefragt, was wir tun können, damit es mir besser geht), habe ich dann Gesellschaft bekommen.

Petra hat meine kleine Fee aus dem Tierheim geholt. Na, so einfach wie ich das so sage, war es dann doch nicht. Fee und ich haben etwas Zeit gebraucht, um uns aneinander zu gewöhnen. Und ich hab halt Groby so sehr vermisst….Auf jeden Fall bin ich jetzt ganz froh, dass sie da ist. Und sie hat auch Petra abgelenkt, so dass wir nicht mehr alleine waren. Fee hatte es zu Anfang auch nicht leicht, fand Menschen doof und Petra erst Recht. Nach einer Weile ist sie dann aber doch aufgetaut und inzwischen fühlt sie sich ganz wohl. Petra hat uns dann in eine neue Wohnung gebracht, wo wir die Möglichkeit hatten, einen Garten zu nutzen. Allerdings war Petra immer so unentspannt, hat sich ständig Sorgen um uns gemacht und uns kontrolliert. Irgendwann im letzten Sommer hat sie dann Rocky getroffen und ihn mit nach Hause gebracht. Eigentlich war mir das alles zu viel, ein kleines Mädchen und ein Baby, ich hatte gar keine Ruhe mehr. Zum Glück haben Rocky und Fee miteinander getobt und ich konnte mich- zumindest hin und wieder- ein bisschen ausruhen.

Bei Petra ging dann ganz plötzlich alles drunter und drüber und wir sind wieder umgezogen. Zurück in unsere alte Wohnung. Kein Garten, kein Ausgang und besonders fröhlich war Petra auch nicht. Sie hat dann aber nochmal Kontakt zu Karin aufgenommen und Akkupunktur und Bachblüten für uns organisiert. Ich muss aber sagen, zu dem Zeitpunkt war ich nicht bereit, Akkupunktur anzunehmen, obwohl Frau Harneit sehr nett und verständnisvoll war…vielleicht wäre das jetzt anders. Dann hat Petra uns wieder in die Transportkisten gepackt und in eine neue Wohnung gebracht. Man war da ein Chaos. Veränderungen mag ich eh nicht so und ich habe Groby wieder total vermisst. Petra war nach Grobys Krankheit sehr vorsichtig mit mir und hat mich gleich zum Arzt gebracht, als sie dachte ich bin krank. Sie hatte ja auch Recht, aber zu dem Zeitpunkt wollte ich eigentlich nur zu Groby. Ich hatte zu gar nichts mehr Lust und auch keine Kraft gegen meine Nierenerkrankung zu kämpfen. Der vorherige Tierarzt hat Petra total wütend gemacht und dann ging alles los.

Petra steht in total engem Kontakt zu Karin und hat ihr natürlich alles erzählt. Petra hat mich dann in den Korb gepackt und zu Frau Burger gebracht. Und Frau Burger und Karin stehen auch in total engem Kontakt. Ich kann jetzt nicht mehr so tun, als ob nix ist, weil alle Bescheid wissen und Frau Burger kann ich sowieso nix vormachen. Jetzt muss ich jeden Tag Medizin nehmen, aber es geht mir richtig gut und ich habe wieder Spaß an meinem Leben. Ich kann endlich den tollen neuen Garten ausnutzen und die Freiheit, die Petra uns lassen kann, weil sie sich hier nicht so große Sorgen um uns macht. Ich muss schon sagen, wenn Karin nicht in mein Leben getreten wäre, würde es mir heute nicht so gut gehen! Vielen lieben Dank an Dich – auch von Petra- wir sind sehr dankbar, dass es Dich für uns gibt!!


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