" Lino und Kati "

Dezember 2010.

Nachdem es mir ein Jahr lang psychisch sehr schlecht ergangen ist, sollte sich nun etwas grundlegend ändern.

 

Ich wollte wieder Freude spüren.

Ein neues Pferd trat in mein Leben. Ein junger Spanier, frisch aus den Pyrenäen gefischt.

 

Er verbrachte in Spanien nur knapp 3 Wochen unter Menschen. Gelernt hat er dort scheinbar vor allem das Fürchten. Als magerer, verschüchterter Halbwilder kroch er in der ersten Zeit mit eingezogenem Hintern durch die Gegend. Völlig ruhelos, panisch und unsicher. Er hatte Angst vor Artgenossen, vor Menschen, vor Gegenständen die sich bewegten und solchen, die einfach nur regungslos an einem Fleck standen. Wir hatten Zeit – viel Zeit. Das war klar, allerdings konnte sich mein Ponymann auch nach ein paar Wochen nicht in die Herde integrieren.

 

Panisch und einsam stand er stets allein am komplett anderen Ende der Weide. Ich schaute mir das Ganze eine Weile an und arbeitete an den grundlegenden Grundlagen einer Vertrauensbasis. Wir fanden ein wenig zusammen aber ein Team waren wir längst nicht.

 

Von Tierkommunikation hatte ich schon gehört. Dabei hatte ich es bisher auch belassen. Nun suchte ich aber nach Alternativen. Was soll´s. Im schlimmsten Falle hätte ich eben das Geld in den Gulli geworfen.

 

Heutzutage muss ich zugeben, dass es lediglich die Beschränktheit meines Geistes war, die mich am Glauben hinderte. Im Mai 2011 ging ich also diesen Schritt. Karin schaffte es tatsächlich mir in wenigen Minuten die "Abgründe" meiner Persönlichkeit zu schildern – dabei sprach sie von meinem Pferd.

Ja, es ist schwer sich plötzlich wie ein offenes Buch zu fühlen. Und doch fühlt man sich auch ein bisschen verstanden.

Nun begann die Wende.

"Lino" und ich bekamen Bachblüten und ich begann an MIR zu arbeiten.

Mein Pferd hat lediglich zugesehen und sich zunehmend wohler gefühlt.

 

Zu der Wende gehörte auch, dass mein zweites Pferd "Laxy", welches meine Mutter und mich schon viele Jahre begleitete, zu Wort kommen durfte.

 

Hier hatte vor allem meine Mutter zu lernen. Ich hatte bereits vorgelegt.

Nun war auch sie überzeugt von diesem Weg und auch für sie begann die Reise.

 

Wir begannen zu klickern, auf der Suche nach DEM Stall mussten wir zu viele Umwege in Kauf nehmen aber wir haben es als Team gemeistert.

 

Auch schlechte Tage hatten wir. Aber wir konnten sie nach und nach besser meistern.

 

Es war kein Weltuntergang mehr für mich und somit hat auch Lino es verarbeiten können und wusste, dass die Sonne morgen wieder aufgehen wird. Ich konnte lernen ihm die Sicherheit zu geben die er braucht.

Laxy überwand ihre Eifersucht, wurde körperlich wieder fit und zeigte nach und nach immer mehr ihre Dankbarkeit für unser Umdenken.

 

Wir haben "unzählige" Themen durchgekaut und alles wendete sich zu seiner Zeit zum Positiven.

 

Alles zu seiner Zeit. Das ist ein guter Satz. Nichts geschieht umsonst auch keine Reaktion vom Pferd ist willkürlich.

 

Das zu verstehen hat eine Weile gedauert. Nun kann ich meinen Pferden zuhören und sie meistens auch richtig verstehen. Noch immer lernen wir. Alle vier. Es ist eine schöne Reise durch Berge und Täler.

 

Man kommt wohl nie ans Ziel aber all die kleinen wunderbaren Geschenke, die unsere Fellnasen an uns verteilen sind so bereichernd, dass ich aus vollem Herzen dankbar bin.

 

Dankbar für jede Lösung, die Karin für unsere Probleme hatte. Es sind Anregungen. Man muss selbst aktiv werden, aber diese Anregungen sind so unglaublich wertvoll, dass ich behaupten möchte, Karin hat am meisten die Selbstheilung meiner Seele angeregt.

 

Karin hat mir Denkweisen eröffnet, die glücklich machen. Ich habe zu mir selbst finden können und tue dies jeden Tag erneut. Sie macht Mut an der richtigen Stelle und spricht genauso offen Warnungen aus.

 

All das tut sie mit ganzem Herzen und das macht sie so unbezahlbar. Ich habe sie noch nie in meinem Leben persönlich getroffen und doch kennt sie mich  erschreckend gut. Anfangs besser als ich mich selbst je kannte.

 

Für all das und jenes, das noch kommen wird, möchte ich danke sagen.

DANKE, Karin!


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