Ronny ein ganz besonderer Haflinger!

Nun möchte ich auch mal unsere Geschichte aufschreiben und mich ganz herzlich bei Karin für ihre Hilfe bedanken.

 

Im April 2010 habe ich mich schweren Herzens von meinem WB getrennt, da wir 3 Jahre lang keinen gemeinsamen Weg gefunden haben.

 

Alles was mir aus den 3 Jahren blieb war Angst, Enttäuschung, Traurigkeit aber dennoch wollte ich mein Hobby nicht aufgeben.

 

Ich wollte auch nicht den Stall wechseln weil ich selbst dazu keine Kraft hatte. Dann wurde mir zur RB ein 17 Jahre alter Haflinger angeboten. 

Aber den wollte ich so gar nicht.

 

Er sah nicht schön aus, ignorierte den Menschen am Boden und beim Reiten war er wenig Motiviert.

 

Nein, so ein Pferd wollte ich nicht. Dazu hatte ich keine Kraft.

 

Eine andere RB hielt nur 1nen Monat und so kam ich dann doch auf den Haflinger zurück .

 

Da waren wir beide nun, er enttäuscht von den Menschen und ich von den Pferden. Wir beide hatten so keinerlei Vertrauen zu irgendwas oder wem.

 

Ich natürlich motiviert alles so anders zu machen was ihn natürlich total überforderte. Er kannte zwar das juckeln im Gelände, aber sonst nichts.

 

Oftmals kämpften wir auf dem Platz, am Boden so wie im Sattel. Selbst ein Spaziergang war nicht möglich weil ich am Strick hing wie eine Fahne im Wind. Also ließ ich das auch erst mal.

 

Dann durch einen dummen Unfall fiel ich nach nur 3 Monaten aus und das für erst mal sechs Wochen. Als ich endlich wieder zum Stall konnte, war ich nur traurig, denn Ronny strahlte nur noch Unruhe aus, er war genervt und unzufrieden. Jeden Tag kam er mit neuen Bisswunden vom Paddock und er war nicht das Opfer, sondern ließ seinen Frust dort aus.

 

Durch das Forum WZP und die Geschichte von Mailo, kam ich auf Karin. Da ich aber nur die RB war fragte ich die Besitzerin ob ich es mal mit TK probieren dürfte. Denn eins war klar, bei Ronny war viel im Argen.

 

Karin nahm Kontakt zu Ronny auf und ich war einfach nur traurig wie enttäuscht und wie “überflüssig” er sich fühlte. Er wurde am damaligen Stall geboren und stand da seit nun 17 Jahren. Er hatte nie eine wirklich Bezugsperson, denn es waren immer junge Mädels am Stall die sich mal mehr oder eben weniger um die Pferde kümmerten. In den Jahren kamen und gingen Pferde mit ihren Menschen, aber er war immer da. Er war halt Inventar, nur der Ronny.

Und damit er nicht wieder enttäuscht wurde, ließ er sich auch nicht mehr auf Menschen ein. Auch auf mich wollte er sich nicht einlassen, denn auch ich würde ja nicht lange bleiben.

 

Wir fingen also mit BB an und er wurde wirklich ruhiger, ich wurde natürlich auch präsenter und tat alles damit er sich nicht nur “als der Ronny “ fühlte.

 

Wir übten viele Dinge und ich lernte viel dazu. Meine Angst verschwand immer mehr. Zwischen durch wieder Rückschläge durch die er zeigte das wieder was im argen lag. Immer beriet uns Karin richtig und unterstütze uns und so bekamen wir vieles wieder in den Griff.

 

Dann plötzlich stand ein Stallwechsel im Raum. Ich hatte Angst das er das nicht gut übersteht und wie bereiteten ihn durch BB vor. Aber die Angst schien unbegründet. Dadurch das sein Boxen Nachbar auch Umzog lief das ganz ruhig ab. Und was soll ich sagen? Er hat sich noch mal verändert .Sein hektischen schnappen hörte von jetzt auf gleich auf. Ja, er war jetzt ein ganz normales Pferd. Ich war begeistert.

 

Allerdings gefiel mir der Stall nicht ganz so gut und so stand dann nach 6 Monaten noch mal ein Stallwechsel an und diesmal ohne seinen Kumpel.

Das nahm ihn dann doch ganz schön mit. War das die richtige Entscheidung?

Und wieder musste Karin uns helfen. Diesmal bekamen wir beide BB´s denn auch bei mir war viel durcheinander geraten.

 

Dann die Nachricht von der Besitzerin. Sie möchte ein zweites Kind und kann sich Ronny nicht mehr halten. Sie würde ihn auch verschenken. Ich wollte zwar mehr Kosten übernehmen aber nicht die ganze Verantwortung, da war wieder die Angst vor dem “versagen”.

 

Ich überlegte und suchte nach Lösungen und in dieser Zeit hat sich unser Verhältnis wieder verändert. Wir beide haben zu gemacht. Wir sind zwar nett miteinander umgegangen, aber das zarte Band war gerissen. Wir haben beide Angst gehabt, vor unseren Gefühlen. Und wieder hat ein klärendes Gespräch mit Karin die Wende gebracht.



Ich habe mich für Ronny entschieden und das war die beste Entscheidung die ich treffen konnte.

 

Seit dem er nicht nur vom Herzen sondern vom Papier mein Junge ist, haben wir eine ganz andere Beziehung.

 

Wir vertrauen uns mehr/anders. Sein schnappen ist ganz weg und auch das Zähne wetzen an der Boxentür.

 

Klar haben wir unsere Diskussionen und das ist auch gut so, denn dadurch lernen wir uns noch besser kennen.

 

Aus dem “hässlichem störrischem “ Haflinger ist ein wunderschöner ausdruckstarker Haflinger mit Persönlichkeit geworden.

 

Danke Karin, das du uns immer geholfen hast.




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