Rufus – Stille Wasser sind tief…

"Anonym"

Rufus ist ein 14-jähriger Warmblut-Wallach, seit beinahe zehn Jahren in meinem Besitz. Ich kaufte ihn knapp vierjährig direkt vom Züchter, als er gerade drei oder vier Monate angeritten war. Von Beginn an war Rufus ein absoluter Sonnenschein. Er versuchte immer, mir alles Recht zu machen und mein Leben zu verschönern. Viele Jahre nahm ich das hin, ohne meinem Pferd besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Es war schön, dass es da war. Ich kümmerte mich um die notwendige Grundversorgung und wollte Rufus im Gegenzug nach meinem Willen nutzen. Die Jahre kamen und gingen. Glücklicherweise schärfte sich während dieser Zeit auch mein Pferdeverstand. Ich spürte, dass mit meinem Pferd etwas nicht stimmt. Er wurde immer stiller, zog sich mehr und mehr zurück.

Nach einem Stallwechsel, bei dem Rufus von seinem jahrelangen Koppelfreund getrennt wurde, fiel er in ein tiefes Loch von Trauer und Gleichgültigkeit. Egal, was ich mir jetzt in meinem wachsenden guten Willen ausdachte, es konnte ihn nicht aufheitern. Er „funktionierte“ einfach nur noch und versuchte, möglichst unauffällig „mitzulaufen“.

Von Karin und ihrem Geschick in Sachen Tierkommunikation hatte ich schon lange vorher gehört, es aber immer unter „das machst Du mal, wenn Geld übrig ist“ abgespeichert. Irgendwann im vergangenen Winter hielt ich die Ungewissheit nicht mehr aus. Rufus entfernte sich emotional immer weiter von mir. Und ich fand nichts, womit ich einen freudigen und vertrauensvollen Zugang zu meinem Pferd finden konnte.

In dieser Situation kontaktierte ich schließlich Karin.
Das Ergebnis ihres ersten Gesprächs mit Rufus war einerseits sehr hilfreich für mich, andererseits aber auch ziemlich ernüchternd. Ja, mein Pferd registriert, dass ich um es besorgt bin und auch bemüht, eine möglichst optimale Versorgung zu gewährleisten. All das wusste Rufus auch zu schätzen, aber ihm fehlte die emotionale Bindung. Gewissermaßen war er mein Spiegel: ihm gegenüber „funktionierte“ ich ebenso, wie er es mir gegenüber tat. Aber ich konnte mich ihm gegenüber nicht genug öffnen. Die Arbeit lag also auf meiner Seite, nur eben anders als ich es zunächst erwartet hätte. Ich dachte, ich müsste mir wie ein Animateur immer wieder neue lustige Spiele ausdenken, um wieder Zugang zu meinem Pferd zu bekommen. Stattdessen sollte ich es besser ernst nehmen und ihm gegenüber ehrliche Emotionen zeigen. Damit hatte ich nicht gerechnet!

In den kommenden Monaten hatten wir - unter anderem aufgrund einer Verletzungspause – viel Zeit, aufeinander zuzugehen und auch mal alternative Wege auszuprobieren. Beim Folgegespräch wenige Monate später hatte sich Rufus‘ Situation bereits deutlich gebessert. Auch mir gegenüber bemerkte ich, dass er viel fröhlicher wurde, auch mal einen Scherz versuchte und einfach sein Leben viel mehr zu genießen schien. Ein guter Anfang, der mir Mut gibt, auf diesem Weg weiter zu gehen und für mein Pferd auch in Zukunft ein offenes Ohr zu haben. Aber eben nur ein Anfang…

Die wichtigste Frage, die vermutlich alle beschäftigt, die diese Erfahrungsberichte lesen, um zu ergründen, ob an Tierkommunikation „etwas dran ist“ oder es sich um puren Hokuspokus handelt, kann ich aus meiner Sicht nur so beantworten: mit Sicherheit gibt es zwischen Himmel und Erde viele Dinge, die man als Mensch der modernen Neuzeit nicht mehr wahrnimmt oder nicht mehr zu deuten vermag. Im Bezug auf Tiere und Menschen hat Karin in meinem Fall einen sehr guten Draht bewiesen und konnte mir durch ihre Gespräche mit Rufus sehr helfen – im Bezug auf’s Pferd an sich, aber auch auf meine persönliche Einstellung. Sie wusste von Dingen, die ich ihr weder gesagt, noch durch Fragen impliziert, noch irgendwo öffentlich erwähnt hatte. Letztendlich ist das für mich aber auch zweitrangig. Die Gespräche zwischen Karin, Rufus und mir haben mein Leben sehr bereichert und gleichzeitig unsere Lebensqualität spürbar gesteigert. Das sind die allerbesten Gründe für mich, auch in Zukunft regelmäßig das Gespräch mit meinem Pferd zu suchen und mich dabei von Karin unterstützen zu lassen.




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