Lieben heißt loslassen!

 

Unsere „Prinzessin“..... Sandy..
...Schäferhund-Collie-Hündin....



..kam so in die „Jahre“..., was aber mit 17 Jahren „(k)ein“ Wunder ist.!.

Alles wurde schwieriger für sie;

 

sie konnte .... schlechter sehen und rannte überall dagegen; .... schlechter hören und konnte die Geräusche nicht richtig lokalisieren, .... hatte Probleme mit ihren Gelenken, kam schlecht hoch und sackte mit den Hinterläufen häufig ab, .... hatte einen ausgesprochenen „Tiefschlaf“ (Einbrecher hätten seelenruhig alles ausräumen können!), aber ..

.... weiterhin einen großen ungebremsten Appetit und immer dankbar für etwas leckeres. ........ .z.B. Leberwurstbrot, Fisch, Kekse...

 

Trotz ihres stolzen Alters genoss sie es auszugehen, ihre kurzen Runden zu drehen, zu verreisen, Ball und verstecken zu spielen, viel zu schlafen und sich manchmal aber auch wie ein Welpe aufzuführen. Es war schon erstaunlich, welche Kräfte sie noch mobilisieren konnte, vor allem, wenn sie was wollte – oder eben auch nicht!

 

Eines Tages begann sie mich zu verfolgen und das „quietschend“ und das war der Moment, wo ich bzw. wir nicht mehr weiter wussten bzw. nicht verstanden, was unsere Prinzessin wollte.

 

Auf der Suche nach einem „Hundeflüsterer“ erfuhren wir durch Ina (unserer Tierheilpraktikerin, die Sandy mit homöopathischen Mitteln liebevoll versorgte) von Karin - einer Tierkommunikatorin - und dann nahm alles seinen „richtigen“ Lauf:

 

Karin nahm zu Sandy Kontakt auf und konnte uns dann endlich „aufklären“: Sandy fühle sich unendlich müde, schlapp, alles wäre anstrengend, ihr Körper tue weh, sie möchte nur noch schlafen, schlafen, schlafen, möchte nicht allein sein; möchte auch nicht mehr, dass an ihr „rumgedoktert“ wird ....

und

sie laufe hinterher, weil sie möchte, dass ich sie richtig ansehe, ihre körperlichen Beschwerden wahrnehme und „quietsche“, was heißen soll: hilf mir in Würde gehen zu können!...... lieben heißt loslassen! ......

 

Jetzt konnte ich sie verstehen und obwohl es mir das Herz zerriss, war ich bereit, ihr zu helfen und ihrem Herrchen ihren Wunsch zu übermitteln.

 

Nach dem Telefonat mit Karin ging ich zu unserer Prinzessin und sie begrüßte mich fast übermütig, so als wenn sie mir sagen wollte: Frauchen ich habe Karin gesprochen und ihr alles erzählt. Als ich ihr sagte: ich weiß, was du möchtest, Karin hat es mir erzählt und ich werde dir helfen, „flippte“ sie fast aus, „leckte“ mir quer übers Gesicht, sprang auf und bellte und bellte und hatte dabei wieder diesen lieben, lachenden Collieblick und mir war zum heulen zu mute.

(Karin erzählte mir später, dass Sandy auch ihr diesen „freudigen Zustand“ zeigte.)

 

Ab diesem Zeitpunkt veränderte sie sich, sie war „ausgeglichener“ und lief nicht mehr quietschend hinter mir her; suchte aber schon meine Nähe, um sich neben mich zu legen und zu schlafen oder doch aufzuspringen und den Ball zu holen – je nachdem, wonach ihr war.

Auch ihrem Herrchen zeigte sie ganz klar, wenn sie nicht ausgehen wollte = sie drehte sich einfach um und zeigte ihm ihr Hinterteil! ..klar und deutlich!

Es war aber auch eine Zeit, in der sie häufig sehr agil war, viel rumlief und wir uns fragten, will sie wirklich gehen??

 

Also rief ich Karin an und bat sie um den nächsten Kontakt zu Sandy und diese sendete ihr folgendes:

ja, sie will gehen und wäre jetzt glücklich und freue sich auch schon und das will sie uns auch mit dem rumlaufen zeigen;

auf unsere Fragen: wann und wie sie gehen möchte – mit homöopathi­schen Entscheidungsmittel oder Tierarzt,

antwortete sie: nicht gleich, so in ca. 14 Tagen und keine Entscheidungsmittel, da sie Angst hätte, es würde nicht funktionieren; nein, lieber mit Tierarzt-Spritze und sie hätte auch den Wunsch, ich solle dabei sein und ihr Pfötchen halten.....ach, meine Süße, welch ein Wunsch - .(wo ich doch nicht mal Spritzen sehen kann)..

 

Die letzten Tage genossen wir einfach das Zusammensein mit ihr und versuchten, ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen und das bis zu dem besagten Termin, in dem wir sie – im Arm und Pfötchen haltend - voller Liebe gehen ließen (Rotz und Wasser heulend!).

 

Die Tage danach hatte ich immer wieder das Gefühl, sie wäre bei mir, in meiner Nähe; hatte das Gefühl, sie zu spüren, zu hören – sogar dieses „quietschen“: ich vermisste sie einfach und fragte mich, ob es ihr wohl gut gehe.

 

Von Karin erfuhr ich später: ja, Sandy wäre oft bei mir, aber nicht durchgehend. Sie wäre sehr glücklich, springe und wirbelte wie ein junger Hund herum und hätte auch einen anderen Hund getroffen, mit dem sie gerne mehr zusammen wäre. Ich solle den alten Zeiten nicht hinterher trauern, sondern mich mit Freude an unsere gemeinsame Zeit erinnern, denn sie hatte eine schöne Zeit mit uns und diese geliebt und genossen.

Dieses Wissen, dass es ihr gut geht, hilft ein Stück weiter, sie wirklich loszulassen – auch, wenn das „Vermissen“ bleiben wird, nur eben anders.

 

Danke Karin, dass du uns geholfen hast, unsere Prinzessin zu verstehen!




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